Wollen die deutschen Arbeitgeber im Metall- und Elektrosektor (M+E) nach wie vor Kerninstitutionen einer koordinierten Marktwirtschaft unterstützen und sind dazu in der Lage? Basierend auf Denkmitteln, die in einer Reihe von Experteninterviews gesammelt wurden, die 2017 und 2018 mit Arbeitgeberverbänden durchgeführt wurden, argumentieren wir, dass Sozialpartnerschaft, Tarifverhandlungen und strategische Koordinierung über Organisationen immer noch Teil des bevorzugten Modus operandi dieser Arbeitgeber sind. Darüber hinaus argumentieren wir, dass neue Formen der Vereinszugehörigkeit, die unternehmensbasierte, aber oft kollektive Lösungen ermöglichen, die die Organisationsfähigkeit der Arbeitgeberverbände eher stabilisiert als untergraben haben. Als solche liefern wir unterstützende Beweise für mehrere Kernprämissen, die mit dem Ansatz der Varieties of Capitalism verbunden sind. Wir identifizieren aber auch Trends zu mehr Flexibilisierung, Dezentralisierung und systemischer Volatilität in diesem System, da viele kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere in Ostdeutschland, ohne Verbandsmitgliedschaft bleiben. Gleichzeitig wiederholte der Gewerkschafter die Forderung, nicht nur die Unternehmen, sondern auch die direkt Betroffenen bei Kurzarbeit von den Sozialversicherungsbeiträgen zu entlasten. Dies würde bedeuten, dass die betroffenen Arbeitnehmer nicht 40 Prozent verlieren würden, sondern – je nach Tarifvertrag – nur fünf bis 15 Prozent ihres Nettoeinkommens, sagte Hofmann. Darüber hinaus wurden eine Reihe von regionalen Kernvernetzungsinitiativen ins Leben gerufen, nämlich die Arbeitsgruppe Innovative Forschungsprojekte (AGIP), die Regionale Initiative für Biowissenschaften (BioRegioN), eHealth.niedersachsen, das Innovationsnetzwerk Niedersachsen (Innovationsnetzwerk Niedersachsen), die landwirtschaftliche Innovation Niedersachsen (EIP), Industrie 4.0 Regional (i4.0), Mobilität in Niedersachsen sowie das Projektbüro Digital Niedersachsen (Projektbüro Digital Niedersachsen). Ausdrücklich wurden im Regionalkonzept Innovation (Innovationskonzept: Fortschritt und Wachstum für Niedersachsen) 2012 vorrangige Bereiche definiert, die “Stärken stärken” und “integrierende Instrumente” für fünf Schlüsselbereiche betonten: Energie, Mobilität, Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie, Gesundheit sowie Küsten- und Meereswirtschaft. 2014 präsentierte die Staatskanzlei (NSTK) eine Innovationsstrategie für intelligente Spezialisierung (Regional- und Strukturpolitik der EU im Zeitraum 2014-2020 – Niedersächsische Regionalstrategie für intelligente Spezialisierung (RIS3). Der Bericht stellt die sieben Hauptkompetenzen der RIS3-Innovationsstrategie vor und definiert sie: 2016 betrug das regionale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Niedersachsen 290 Mrd. EUR, was etwa 9 % des deutschen BIP entspricht (Eurostat, 2019). Gemessen am Wachstum lag die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Region zwischen 2008 und 2017 bei 3,16 % und damit leicht über der nationalen (2,8 %). (Eurostat, 2019).

Was das Vermögen betrifft, so erreichte das regionale Pro-Kopf-BIP in Kaufkraftstandards 33.500 €, was 92 % des deutschen Durchschnitts (36.400 €) entspricht (Eurostat, 2019). Bei den Exporten ist Niedersachsen der viertwichtigste Exporteur Deutschlands. Die Region exportierte 2017 umgerechnet 85,8 Mrd. EUR, was 6,5 % der Gesamtausfuhren in Deutschland entspricht (Statistisches Bundesamt, 2019). Sie liegt hinter Baden-Württemberg (203 Mrd. EUR für 15,4 %), Bayern (190 Mrd. EUR, d. h. 14,5 %). nordrhein-westfalen (196 Mrd. EUR, d. h.

14,9 %) (Statistisches Bundesamt, 2019). Die Erwerbsbevölkerung belief sich 2018 auf 4 Mio. (Eurostat, 2019). Die meisten Beschäftigten arbeiten im Dienstleistungssektor (70,3%), 27,5 % in der Industrie und 2,2 % im Agrarsektor. Diese Zahlen entsprechen weltweit dem nationalen Durchschnitt (71,4 %/ 27.4% /1.2%) (Eurostat, 2019).